PSL-Ticker Bayern

PSL-Ticker Mai 2014

PSL-Ticker Mai 2014

JETZT IST GENUG!

z.B. Bruce Edwards
6 Jahre Vorstandsmitglied

Bruce Edwards, Chef Executive Officer von DHL Supply Chain, geboren am 8.4.1955, wurde im Mai 2008 Vorstandsmitglied und geht am 30. September 2014 in den Ruhestand, also mit 59 Jahren. Die Jahresfestvergütung in diesen Jahren betrug um die 900.000 Euro, zzgl. der variablen und Nebenleistungen ca. 1,5 Millionen Euro/Jahr. Von Anfang an wurde ihm für jedes Jahr ein Betrag in der Höhe von 35% der Jahresfestvergütung auf einem virtuellen Versorgungskonto gutgeschrieben. Der Betrag wird angelegt und mit mindestens 2,25% jährlich verzinst. Bruce Edwards hatte bis einschließlich 2013 eine Versorgungszusage von 1,85 Millionen Euro, mit 2,25% verzinst erhält er daraus mindestens 41.681,39 Euro Zinsen. Unterstellt man die noch ausstehenden Zusagen bis September 2014 mit ca. 162.000 Euro, hat Bruce Edwards am 30.9.2014 einen Betriebsrenten-Anspruch auf ca. 2,1 Millionen Euro. Diesen Betrag kann er sich bar auszahlen oder verrenten lassen. Grob versicherungsmathematisch überschlagen dürfte das mindestens 80.000 Euro im Jahr Betriebsrente ergeben – für sechs Jahre Vorstandstätigkeit.

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z.B. Michaela
seit 4 Jahren befristet

Michaela ist seit 4 Jahren befristet bei einer bayerischen Brief-Niederlassung in der stationären Bearbeitung beschäftigt. Ihren Namen haben wir geändert, weil sie sonst befürchten muss, dass ihr Vertrag nicht verlängert wird. Ihr Betriebsrentenanspruch beträgt derzeit 0,00 Euro. Wenn ihr Vertrag jemals entfristet werden sollte, erhält sie pro Beschäftigungsjahr einen Betrag nach der Eurotabelle Versorgungsgruppe A, derzeit bei Vollzeit 4,02 Euro pro Jahr. Für 20 Jahre Arbeit für die Post also 80,40 Euro. Der Betrag wird pro Jahr garantiert um 1,4% angehoben. Das aber wollen die Vorstandsmitglieder, die selbst 2,25% Garantiezins erhalten, auf 1% drücken. Faktisch bedeutet dies: Der Betrag der Versorgungsgruppe A der Eurotabelle soll am 1. Juli 2014 nicht um 6 Cent auf 4,08 Euro, sondern nur um 4 Cent auf 4,06 Euro erhöht werden. Weil ver.di da nicht mitmacht, erpresst der Postvorstand ver.di und erklärt: Erst dann werden wieder Entfristungen vorgenommen, wenn ihr bereit seid, z.B. der Kürzung des Betriebsrentenanspruchs zuzustimmen.

Wir bleiben dabei: Das ist skandalös! Wir fordern: Entfristung aller Beschäftigten, deren Befristung länger als zwei Jahre besteht!

 

Dieses Thema mit Bildern hinterlegt und weitere wissenswerte Informationen sind zu finden im PSL-Ticker Mai 2014.